2025 war ein turbulentes Jahr – nicht nur für die Welt auch im Saloon. Carin und Christian plaudern über ihre persönlichen Höhe- und Tiefpunkte und darüber, was sie sich von 2026 erwarten und erhoffen. Außerdem gibt’s Gastbeiträge von folgenden Kolleginnen:
Daniela Rohr
Lemonbits
Tamara Leonhard
Vera Nentwich
Jana Lukas
Katharina Burkhardt
Katharina Mosel
Bettina Kiraly
Karin Koenicke
Sissi Steuerwald
Johanna Tiefenbacher
In diesem Sinne: Happy New Year und ein gesundes, glückliches 2026!
Im Saloon ist der Ton ja bekanntlich gerne mal ein bisschen flapsiger – und selbst heute kommt der Humor nicht zu kurz. Obwohl oder weil es in dieser Folge ums Sterben eines geliebten Menschen geht – und ums Überleben. Carin und Christian haben ihre Kollegin Sabine Landgraeber eingeladen, um mit ihr über ihr brandneues Buch »Vergnügter Unsinn – ein Jahr Sterben, ein Jahr Leben zu sprechen«. Darin beschreibt sie mitreißend, schonungslos offen und tief berührend von der Krebsdiagnose ihres Mannes, seinem letzten Jahr mit ihm und dem ersten ohne ihn.
Und auch wenn es schwer zu glauben ist, es ist eines der entspanntesten und fröhlichsten Interviews der Saloon-Geschichte geworden. Unbedingt reinhören!
Wenn es menschelt ist keine KI im Spiel! Der Saloon ist ja grundsätzlich durchaus tolerant und interessiert an den unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz. Als Recherche-Tool sind ChatGPT und Co. kaum noch zu schlagen. Auch als Sparringspartner bei der Plotentwicklung (wenn man so etwas denn möchte), können Claude und Konsorten ebenfalls extrem hilfreich sein. Aber nie, wirklich nie wird ein noch so ambitioniertes Maschinenprogramm menschliche Nähe ersetzen können.
Wenn man sich als Autor*in von der digitalen Welt absetzen möchte, muss man sich zeigen. Das geht beispielsweise auf kleinen und großen Buchmessen. Carin und Christian haben in der letzten Zeit einige der Kleineren getestet – und dabei ihre Menschlichkeit bewiesen. Besonders intim können auch Schreibretreats sein. Carin war gerade in Tunesien bei der »Meerschreibzeit« und hat Erfahrungen mitgebracht, die definitiv auf rein organischen Prozessen beruhen …
Nicht umsonst hat der »Literarische Saloon« zwei »oo« im Namen, denn für einen »Salon« (also nur ein »o«) sind Carin und Christian weder fein noch belesen genug. Wobei das mit der Belesenheit nicht wirklich stimmt, denn Buchstaben konsumiert die Tresencrew am laufenden Band – allerdings in aller Regel eher in der unterhaltsameren Aneinanderreihung von Worten und Sätzen und weniger in der literarisch anspruchsvollen.
Doch gelegentlich rufen sie eine Challenge aus und stellen sich den vermeintlich großen Geschichten. Und da gerade im Herbst die Buchpreise wie Laub von den Ästen rieseln, gibt’s einiges zu tun! Daher gibt’s heute ein Buch des aktuellen Literatur-Nobelpreisträgers, das Lieblingsbuch der Unabhängigen 2025 und den Deutschen Buchpreis.
Jana Lukas spricht über ihre beiden Traumjobs als Autorin und Drogenfahnderin.
Menschliche Abgründe sind der Saloon-Crew nicht fremd, aber mit der heutigen Gästin, der Spiegel-Bestseller-Autorin Jana Lukas können Carin und Christian dann doch nicht mithalten. In deren Brust schlagen nämlich gleich zwei Herzen: Liebe und Drogen! Wobei ja Liebe auch ein höchst potentes Rauschgift sein kann …
Ehe jetzt einige gedanklich völlig falsch abbiegen: Jana Lukas ist nicht nur eine extrem erfolgreiche Liebesromanautorin, sondern auch seit dreißig Jahren bei der Polizei und dort in der Drogenfahndung tätig! Kein Wunder, dass die Fragen des Tresenteams manchmal etwas … nun ja … abseitig sind.
Für Actionmomente sorgt aber auch ein Hotelmitarbeiter, der live während der Aufnahme in Jans Hotelzimmer einbricht – nichts ahnend, dass er erstens ein Interview stört und zweitens eine Fachfrau vor sich hat, die … Nein, alles halb so wild. Aber amüsant genug, dass es in der Folge bleiben durfte.
Jana erzählt so mitreißend von ihren beiden Traumjobs, dass Carin ganz neidisch wird – auch wenn sie die Leidenschaft fürs detaillierte Plotten beim besten Willen nicht nachvollziehen kann … Aber wenn’s für einen Besteller-Aufkleber gut ist, kann es keine schlechte Strategie sein.
Meerjungfrauen – wir lesen: Die Meerjungfrauen von Aberdeen von Ben Aaronovitch
Ehre sei den Drachen und jenen, die ihnen dienen … Mist, das ist das falsche Intro! Denn heute geht es nicht um Drachen – jedenfalls nicht in der Hauptrolle, – sondern um »Die Meerjungfrauen von Aberdeen«, einem Roman von Ben Aaronovitch. Dazu haben sich Carin und Christian in Episode 154 »6 Jahre Saloon« selbst hineingeredet und mussten nun mit den Konsequenzen leben, den Roman auch flott zu lesen – bzw. zu hören. Und da sich Carin für die englische Originalversion entschieden hat … Nun ja, das Fazit ist also durchaus ambivalent.
Das gilt auch für die dritte Staffel von »Star Trek – Strange New Worlds«, über die demnächst auf diesem Kanal sicher noch deutlich ausführlicher gesprochen werden wird. Wer dabei mitreden möchte, darf sich gerne melden.
Im Literaturbetrieb gibt es im wesentlichen zwei Arten von Geschichten: Erstens Heldensagen von tapferen Wortschöpfenden, die immer weiter machen – allen Widrigkeiten zum Trotz. Zweitens tosendes Scheitern von frustrierten Autor:innen, die irgendwann einfach keine Lust mehr haben. Oder es zumindest wortreich behaupten.
Carin und Christian bekennen sich da durchaus schuldig, diese Narrative fleißig zu befeuern. Doch damit ist in dieser Episode Schluss, denn sie haben Katharina Burkhardt eingeladen, eine Kollegin, die nach neun Jahren Pause das literarische Comeback wagt.
Im Gespräch erzählt sie, warum sie nach ihrem bislang besten Roman fast ein Jahrzehnt pausiert hat (zumindest unter ihrem Klarnamen) und warum sie heute den Neustart wagt.
Davor lässt Christian die geneigte Zuhörerschaft jedoch wortreich daran teilhaben, wie aus einem Mitläufer ein Robbie-Williams-Fanboy wurde. Ein einziges Konzert hat gereicht!
6 Jahre Saloon – Carin und Christian sitzen unter Apfelbäumen
Der literarische Saloon feiert seinen 6. Geburtstag – ist also endlich ein Schulkind – und Carin und Christian werden ein bisschen nostalgisch. Was im Sommer 2019 als ziemliche Schnapsidee angefangen hat, zeigt immer noch keine Abnutzungserscheinungen.
Mit den diversen Extra-Episoden blickt die Tresencrew auf inzwischen 160 Folgen Geplauder zurück. Mit und ohne Gäste, mit und ohne Plan. Wobei: meistens ohne großen Plan! Es wurde über Bücher gesprochen, übers Schreiben philosophiert, TV-Serien-Marathons beredet und eigentlich auch so jedes andere Thema erwähnt, das sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Manchmal gab es technische Probleme, oft reden sich die beiden um Kopf und Kragen (seltener ihre Gäste), aber das Herzblut ist in jeder Folge zu hören.
Der Running Gag des erstens Jahrs, in dem Carin und Christian nicht müde wurden zu erwähnen, »dass wir uns ja eigentlich gar nicht kennen«, ist inzwischen redundant geworden. Denn wer schätzungsweise an die 200 Stunden miteinander gequatscht hat (vermutlich deutlich mehr), kann keine Ignoranz mehr vortäuschen.
Aus dem Podcast ist sogar schon ein gemeinsamer Roman entstanden – Appletree Murders: Fudge, Vermächtnis und Verderben – und gerade arbeiten die beiden schon am zweiten Band. Und außerdem an einem noch größeren Gemeinschaftsprojekt in Drachenangelegenheiten, was in Folge 152 ausführlich besprochen wurde.
Sommerpause? Kennt die Saloon-Crew nicht. Denn auch wenn Carin und Christian gelegentlich verreisen, geht das Podcastleben natürlich weiter. Dieses Mal erzählt Christian von seinem letzten Trip nach Südfrankreich und wie easy 5000 Kilometer mit einem E-Auto machbar sind. Carin berichtet dagegen von Abenteuern der anderen Art, von denen sie noch nicht sagen kann, ob sie toll oder gruselig sind: KI-Stimmen von Elevenlabs für Hörbücher!
Gelesen haben sie jedoch beide und daher gibt’s diesmal jede Menge toller Buchtipps im Portfolio.
Mediengruppe Weltherrschaft – Interview mit Ines Zimzinski
»Es wäre einfacher gewesen, wir hätten dich gefragt, was du NICHT kannst und machst«, stellt Carin irgendwann ermattet fest, als Interview-Gästin Ines Zimzinski schließlich ihre Selbstvorstellung beendet. Während Christian den illustren Besuch aus der Berliner Buch-Bubble kennt und schon alle möglichen Facetten von Ines’ Umtriebigkeit erlebt hat, war Carin bislang nur die »Hörbuchmanufaktur Berlin« ein Begriff.
Und tatsächlich sind Hörbücher und Audioformate bis heute eine der großen Leidenschaften von Ines Zimzinski. Aber sie macht noch viel mehr. Sie ist u.a. Crowd-Expertin, betreibt mehrere Verlage, will dem Konzept Buchclub wieder neues Leben einhauchen, Filmproduktionsfirmen mit Stoffen/Autoren zusammenbringen und neue Leseplattformen für Autor*innen entwickeln. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Kurz: der Episodentitel »Mediengruppe Weltherrschaft« kommt nicht von ungefähr.
Im Interview geht’s neben ihren Seelentieren den Capybaras vor allem auch um Crowdfunding-Möglichkeiten und wie Autor*innen sie nutzen können.
Wer Ines kontaktieren will findet sie hier im Netz:
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